Sexbeichte als Podcast
ZÜRICH – Die Podcaster-Szene bekommt dieser Tage mächtig Zulauf. Nicht Politik, nicht Sport, nicht Philosophie – sondern Sex lockt die User ins Web.
Sex ist der Motor, der neuen Technologien zum Durchbruch verhilft. Sonys Kleinstkonsole «Playstation Portable» wird als Mini-Kino für Porno-Konsumenten gebrandmarkt; der Wunsch nach anonymen Downloads einschlägiger Inhalte gab der Verbreitung von Breitband-Internet Aufschub. Auch wenn genannte Beispiele kontrovers diskutiert werden: Beim Podcast «Faceless» steht ausser Frage, was ihn auf Platz 3 der US-iTunes-Charts katapultiert hat.
Denn in ihrem Tagebuch beschreibt das zwischen 18 und 21 Jahre alte Girl, wie sich ihr Sexleben gestaltet. Anonym, versteht sich. So erfährt der geneigte Zuhörer, dass die bisexuelle «Faceless» heute keine Unterwäsche tragen wird; wie sie sich zu dritt vergnügt und dass sie auch schon mal an den Rand der Magersucht getrieben wurde.
Mächtig Zuhörer aber bringt ihr wohl die Ankündigung im letzten Podcast: «Faceless» gesteht, ihren Freund, «The Body», betrogen zu haben. Ziemlich gerissen von der Märchenerzählerin für Erwachsene, nicht?
Besonders erotisch klingt der mit dem Warnhinweis «explicit» angebotene Inhalt allerdings nicht: Weil die Londonerin anonym bleiben möchte, hinterlässt sie ihre Geständnisse auf einer Voice-Mailbox und lässt sie von einer synthetischen Stimme vorlesen.
Quelle: blick.ch